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PSA Peugeot/Citroen öffnet sich fĂĽr chinesische Konkurrenz – kommt jetzt die Billigmarke?

cc by flickr / Abdullah AlBargan

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Paris – Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën wird chinesisch – zumindest zu 14%. Das beschloss der Aufsichtsrat des kriselnden Konzerns, der einen Einstieg des chinesischen Herstellers Dongfeng genehmigte.

Zugleich soll der französische Staat ebenfalls 14% der Anteile ĂĽbernehmen – laut französischen Medien offenbar als Gegengewicht zu den Chinesen. „Sich an PSA zu beteiligen, ist ein Akt von industriellem Patriotismus”, erklärte Frankreichs Industrieminister Arnaud Montebourg. Insgesamt erhofft sich PSA Peugeot CitroĂ«n durch die neuen Anteilseigner eine Kapitalerhöhung von bis zu drei Milliarden Euro. Das meldete die Nachrichtenagentur Agence France Presse (AFP).

Die Finanzspritze hat Europas zweitgrößter Autohersteller dringend nötig – denn den Weg zum Händler finden immer weniger Kunden. Die jĂĽngst von PSA vorgelegten Zahlen belegen, dass 2013 nur 2,8 Millionen Fahrzeuge abgesetzt wurden. Das waren 4,9% weniger als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: Die Nr. 1 in Europa, Volkswagen, verkaufte 2013 ĂĽber 5,9 Millionen Autos – plus 3,4%.

Während die Absatzzahlen der Franzosen vor allem in Europa und Russland einbrachen, konnte PSA in China ein Plus von 26% verbuchen. Ohnehin betreiben Dongfeng und Peugeot/Citroen in China bereits mehrere Werke zusammen. Der Einstieg der Chinesen gilt vielen Experten daher als sinnvoller Schritt fĂĽr den französischen Traditionskonzern – und als groĂźe Chance im globalen Wettbewerb.

Dennoch entbrannte vor der Entscheidung für Dongfeng offenbar ein regelrechter Familienkrieg im Aufsichtsrat von PSA. Während der Vorsitzende Thierry Peugeot lieber frisches Kapital an den Märkten leihen wollte, setzte sich sein Cousin Robert Peugeot massiv für die chinesische Variante ein. Die Familie Peugeot reduziert ihre Anteile nun auf ebenfalls 14%.

Interessant für Händler und Kunden: Laut AFP gibt es deutliche Hinweise, dass PSA zusammen mit Dongfeng bald eine gemeinsame Billig-Marke auf den Markt bringen will. Dazu passt, dass die Franzosen offenbar weitere Werke in China planen, dagegen mindestens einen Standort in Europa schließen werden.

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